Jetzt wird es konkret… wir sind jetzt mit der Zukunft verbunden, unsere Ausrichtung ist klar – und statt nun riesige Vorhaben lange zu planen, zu analysieren und uns in anstrengenden Kommunikationsprozessen zu verlieren, entwickeln wir sofort und in kürzester Zeit Prototypen.

Prototypen sind unfertige Gegenstände, Konzepte oder Angebote, die es uns ermöglichen, sehr schnell sehr viele Fehler zu machen und dadurch unendlich viel Feedback einzusammeln. Der Grundsatz lautet: lasst uns schneller versagen, um schneller Erfolg zu haben. Hierfür können wir Dinge basteln, Rollenspiele machen, Präsentationen vorbereiten, als gäbe es ein fertiges Produkt o.ä. Schnell und unfertig ist die Devise.

Um die Arbeit mit Prototypen zu ermöglichen, hilft die Beachtung von ein paar Grundprinzipien:

  1. Unsere innere Ausrichtung sollte klar bleiben – es heißt also immer einmal wieder Verbindung mit dem aufnehmen, was wir erreichen wollen.
  2. Ein Kernteam von ca. 5 Personen aufbauen, die hoch motiviert und engagiert sind, auf dieselbe Intension ausgerichtet sind und bereit sind, sich mental, emotional und geistig auf den Prozess einzulassen. Alle Beobachtungen gehen davon aus, dass dann 5 Personen wirklich die Welt verändern können, denn eine durch eine kleine Gruppe getragene Ausrichtung entwickelt ungehörige Anziehungskraft – sowohl für Menschen als für Ideen und Gelegenheiten.
  3. machen, machen, machen. Statt reden Prototypen erstellen. Ziel ist nicht einmal Version 1.0, die man schon vorzeigen könnte, sondern die Version 0.8, die per Definition überhaupt nicht einmal gut ist. Feedback einholen, weitermachen… (Im Versuch mit der Marshmellow-Challenge wird deutlich, warum das so hilfreich ist und warum wir das im Zweifel von Kindergartenkindern lernen können – und die Challenge gibt uns auch eine gute Aufwärmübung). Ein Prototyp ist nur die Erkundung einer Möglichkeit, kein ausgearbeiteter Vorschlag.
  4. Orte und Momente gestalten, in denen die gemeinsame Erkundung von Prototypen möglich ist und in denen das Vertrauen ist, um zu spielen und einander wirklich zu hören. Hier kann das Kernteam einladen und viele Menschen, Meinungen und Inspirationen reinholen.
  5. dem „Universum“ zuhören – davon ausgehen, dass das Universum uns die ganze Zeit helfen möchte, unseren Prototypen zu verbessern – also alles dient als Inspiration und Rückmeldung, was wir in der Welt entdecken.
  6. Raum für Kopf, Herz und Hand – denn wir können nur tun, was wir lieben wenn wir lieben, was wir tun.

Zusammengefasst – aufbauend auf alles, was wir in diesem Kurs gelernt haben, wie wir uns mit und uns anderen verbinden und unsere Systeme tief verstehen: Zeit, miteinander zu spielen!

 

<<ZURÜCK          WEITER>>