Wenn wir möchten, dass Transformation nachhaltig ist und nicht nur ein kurzes Strohfeuer, gibt es ein paar Prinzipien, die uns leiten können.

Auf einer persönlichen Ebene sind das folgende:

  1. Machen statt predigen – es geht nicht darum, anderen zu erzählen, wie man es besser machen kann, sondern darum, es selber anzuwenden, vorzuleben und Momente zu kreieren, in denen andere es erleben können
  2. Zuhören und beobachten üben – hier brauchen wir alle einen schwarzen Gürtel 😉
  3. Immer wieder auf unser Ziel ausrichten und von dort aus handeln und entscheiden, damit all unsere Handlungen indieselbe Richtung streben und sich nicht gegenseitig im Weg stehen
  4. Situationen aushalten und präsent bleiben – das heißt, nicht immer sofort entscheiden und verändern, sondern eine Weile darin verweilen, damit sich in der Situation das zeigen darf, das entwickelt werden möchte
  5. Das Herz als Führung nutzen – das tun, was wir lieben und das lieben, was wir tun – nur dann können wir wirklich unser Bestes geben
  6. Im Dialog mit der Welt bleiben – es geht nicht darum, einen Plan zu machen und ihn durchzukämpfen, sondern darum, etwas zu erbauen, das Feedback wirklich einbezieht und sich entwickelt
  7. eine Gruppe, einen Kreis des tiefen Zuhörens, in der echte Verbindung möglich ist und die den Prozess halten kann. Hier gilt es, uns selbst wirklich sehr sehr ernst zu nehmen – wir brauchen eine Umgebung, die uns unterstützt!
  8. Reden und handeln ins Gleichgewicht bringen – denn das Reden dient dem Handeln.

Auf einer kollektiven, systemischen Ebene:

  1. Die Bruchstelle identifizieren, die Stelle unserer Schule, in der das, was wir erreichen wollen und das, was wir machen, nicht mehr zusammenpassen. Die Bruchstelle ist eine, die mir wichtig ist, für die Schule wichtig ist UND für die Gesellschaft wichtig ist – dann ist dort die Kraft der Veränderung.
  2. Viele Sprachen sprechen – es gibt nicht die eine Argumentation für die Transformation, die für alle gilt. Es geht darum, dass zu verstehen und anzusprechen, was ihnen wichtig ist, uns also sprachlich an sie anzupassen statt sie in unsere Welt zu zwingen. Sie können sich nicht mit unseren Ziele verbinden, nur mit ihren eigenen.
  3. Selber offen für Veränderung bleiben – wenn wir andere verändern möchtest, geht das nur über gute Beziehung – hierzu sind wir die ersten, die bereit sind, uns von der Begegnung verändern zu lassen
  4. Gemeinsame Gestaltung – es ist nicht mein Vorhaben, sondern ehrlich unser Vorhaben – das ist inhaltlich weit mehr, als ich vordenken kann – es geht um die Entstehung von Neuem
  5. Methoden der Systembetrachtung – immer wieder gemeinsam das eigene System betrachten – vom Rande des Systems, z.B. durch Aufstellungen, Körperarbeit, Empathiespaziergänge o.ä.
  6. Räume für die persönliche Entwicklung der Hauptakteure, z.B. im Rahmen von Klausuren einen Schwerpunkt auf das tiefere Lernen
  7. Protoypen erstellen – das Handeln im jetzt entstehen lassen mit knappen Zeitplänen und unfertigen Produkten bzw. Konzepten
  8. Protoypen als Samen der Veränderung nutzen, denn so wird die Transformation anschaulich und es werden Erfahrungen hergestellt, um am eigenen Leib zu verstehen
  9. Niemals aufgeben, denn wir sind nicht alleine!!! Bei allen großen Veränderungen gibt es einen Moment, in dem man aufgeben möchte – danach geht es richtig los! Die Welt hilft denen, die engagiert dran bleiben.

Wenn wir uns immer wieder an diese 17 Prinzipien erinnern, alleine und gemeinsam, dann behandeln wir das System als lebendig und helfen der Veränderung, zu wachsen.

 

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