LERNEN FÜR NACHHALTIGKEIT

„Es gibt keinen Plan B, denn es gibt keine Erde B“. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon

Wir Menschen leben noch immer, als hätten wir mehrere Planeten zur Verfügung. Um nun den für die Menschheit überlebensnotwendigen gesellschaftlichen Wandel zu vollziehen, wird das Potenzial aller Menschen benötigt, denn das Potenzial der Menschen ist die größte brachliegende Ressource der Erde. Eine Lernkultur der Potenzialentfaltung ist für uns daher nicht nur Selbstzweck. Wir sehen Potenzialentfaltung eng verbunden mit dem Einsatz der freiwerdenden Talente und Kompetenzen für eine gerechte, humane und nachhaltige Welt. Schule bereitet auf die Zukunft vor – jedoch nicht nur auf das Leben in der Zukunft sondern auch auf die Gestaltung der zukünftigen Welt.

Wir leben im Anthropozän, was bedeutet, dass nun der Mensch die größte Einflussgröße auf die Biologie der Erde ist (vor uns waren es eher Bakterien, Wälder, Gras u.ä.). Das ist jedoch auch eine gute Neuigkeit, denn das bedeutet, wir haben echten Einfluss.

Wir kennen den Zeitplan – bis zum Jahr 2030 wollen wir als Menschheit die größten Ungerechtigkeiten und Umweltgefahren abgebaut haben. Als Weltgemeinschaft, unterzeichnet von 193 Ländern, arbeiten wir am Erreichen der globalen Nachhaltigkeitsziele, den Global Goals.

Wir kennen den thematischen Rahmen: die Ökologie, das Soziale und die Ökonomie, drei Systeme, die ineinander eingebettet sind: die Erde (Ökologie) als natürliche Grenze, die wir nicht erweitern können; darin enthalten uns Menschen (Soziales), die durchaus Ressourcen der Erde nutzen können und müssen, nur eben innerhalb der planetaren Grenzen; und darin wiederum enthalten das Wirtschaftssystem (Ökonomie), eine Methode, die wir für das Zusammenspiel des Sozialen erfunden haben und die wir so gestalten können, dass sie uns und der Erde gut tut.

Wir wissen auch spätestens seit der Arbeit der UNESCO-Kommission unter Jacques Delors in den 90er Jahren, was all das für die Bildung bedeutet. Bildung für das 21. Jahrhundert steht auf 4 Säulen, Voraussetzungen dafür, eine nachhaltige Welt gestalten zu können.

Das Selbstverständnis von Schulen im Aufbruch verbindet daher immer die Entfaltung des Potenzials jedes einzelnen von uns sowie das Einbringen der freigelegten Ressourcen in die Gestaltung unserer Welt mit Formaten (SPÄTER LINK, ggfs. Plakat bestellen…), die auf die 4 Säulen der Bildung ausgerichtet sind.

Deshalb ist die Initiative Schule im Aufbruch auch Teil des UNESCO Weltaktionsprogramms Bildung für Nachhaltige Entwicklung und in diesem Rahmen als Netzwerk ausgezeichnet.